Hintergründe

Wie bin ich unterwegs

Meine Methode setzt sich aus drei Erfahrungs- und Wissenswelten zusammen
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Die erste beruht auf meiner Praxis und meinem Wissen über das Gehen.

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Als zweites schöpfe ich aus der Welt des Theaters, im Sinne eines Verständnisses, dass auch unser Leben einem Geschehen auf einer Bühne gleichen und wir uns fragen können, inwieweit wir eigentlich nur Mitspieler auf der Bühne unserer eigenen Geschichte sind.

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Und als drittes stehen mir die Erkenntnisse und das Handwerk der hypnosystemischen Beratung/Therapie nahe, weil diese sich auf Kompetenzen und Ressourcen im Sinnen einer individuell getragenen Lösung aus und durch den Klienten zu beziehen vermag.

Gehen

Gehen hilft, den Kopf auszulüften. Im Gehen wandern wir in einem absoluten Jetzt, in dem uns aber Vergangenheit und Zukunft sehr nahe sind. Wir kehren schrittweise der Zivilisation und unserer uns sonst bindenden Realitäten den Rücken und schaffen es in einer Art Akt der Verweigerung wenigstes für einen kurzen Moment, uns gänzlich von diesen loszusagen. Unter den Eindrücken in der Natur scheint sich auch der Geist zu bewegen.

In dieser Mischung aus Befreiung und gebundener Wachheit eröffnet sich eine Welt, die Rousseau folgendermassen beschrieb:

«Nie habe ich so viel nachgedacht, nie war ich meines Daseins, meines Lebens so bewusst, nie war ich sozusagen mehr ich selbst, als auf den Reisen, die ich alleine und zu Fuss gemacht habe.»

 

Jean-Jacques Rousseau

Hypnosystemisch

Hypnosystemische Beratung zielt darauf, die Autonomie des Menschen zu stärken. Sie vereinigt Wissen aus der systemischen Therapie und der Hypnotherapie (Milton Erikson). Gunther Schmidt, der Begründer dieser Richtung, schaffte mit seinem auch neurowissenschaftlich basierten Wissen und seiner langjährigen Erfahrung – auch über innere Prozesse, welche meist auf unbewusster Ebene ablaufen -, eine Vielzahl leicht zugänglicher und verständlicher Interventionen, die sich flexibel und wirksam auf vielfältigste Fragen und Bedürfnisse – oft gar auf hartnäckige und chronifizierte Momente – einstellen können.

Denn viele unserer Prozesse gehen von unserem Stamm- und Zwischenhirn aus, sind also unwillkürlich. Die Hypnosystemische Therapie findet Wege, auf diese Ebene zuzugreifen, sie mitzugestalten, selber zu beeinflussen – in einer höchst lebendigen und manchmal verblüffen spielerischen Art, aber umso wirkungsvoller.

Es geht also nicht um Ursachenforschung, sondern um ein Verständnis und die Befähigung zur Anwendung von «Mustern des Gelingens». Der Fokus liegt demnach auf schon vorhandenem Potenzial, auf implizitem Know-how und einer neuen Vernetzung davon.

«Die Leute haben in ihrem unbewussten Erlebnisrepertoire viel mehr Kompetenzen als ihnen bewusst ist. Alle meine Strategien haben das Ziel, diese schlummernden Kompetenzen frei zu setzen»

 

Gunther Schmidt, Zitat aus dem Coaching-Magazin

Welt des Theaters

Du kannst dein Leben als «Bühne» betrachten. Darin bist du Akteur, Schauspielerin, Regisseurin, … ja selbst ZuschauerIn.

Schau in dein Leben.

Was hast du als Publikum bis jetzt erlebt, zu sehen bekommen. Was wird da überhaupt für ein Stück gespielt? Um welche Themen geht es? Wie könnte die Autorin es weiterführen, welche Figuren kamen bis jetzt zu kurz und wo sind Erzählstränge verloren gegangen? Was machte bis jetzt die Regie mit dem Potential des Stücks und des Ensembles? Wer oder was wäre da noch zu fördern?

Fahre weiter in der Gestaltung deiner eigenen Geschichte!

Die Theaterliteratur ist voll von Figuren mit Lebensentwürfen und -fragen. Warum nicht genau da eine Anlehnung wagen? Vermutlich wäre es durchaus spannend, zu schauen, was Shakespeare dazu meint oder Thomas Bernhard oder Daniil Charms.