Liebe MitgeherInnen
Liebe Leser- und Leserinnen

Ich freue mich sehr, in diesen Dimensionen mit Euch unterwegs zu sein!  

Vor sechs Tagen ereilte mich eine Nierenkolik. Seit dreien ist die zwar gebannt, aber wie mein Arzt meinte: «Man kann auch Flöhe und Läuse gleichzeitig haben», beschäftigt sich mein Körper anscheinend zusätzlich mit der Abwehr anderer Eindringlinge, die das System beeinträchtigen. So muss ich sicher  für vier Tage die Notizen und Skizzen aus den Wandertagebüchern von 1988 ruhen lassen. Am kommenden Mittwoch erscheint voraussichtlich der nächste Eintrag. Danke für Euer Verständnis!

Und: Eine Nierenkolik macht einem – und insbesondere danach, wenn die Genesung wieder hergestellt ist – den Wert und die Magie des Gehens noch einmal und auf eine eindringliche Weise erlebbar.

Als Bild lege ich euch das Foto der Tagebuchtasche bei. Rechtsseitig von der Hüfte zu meinem Oberschenkel hängend, dadurch unweigerlich mindestens jeden zweiten Schritt mitmachend, bis zum salzigen Atlantik beständig Sonne, Wind und Wetter ausgesetzt und des Nachts mir als ein Teil des Kopfkissens dienend, hielt sie tatsächlich alle Strapazen aus. Wenn jemand auf diesem Weg mit mir jeden Schritt mitgemacht hat, dann war sie es – äusserlich wenigstens – neben meinen Schuhen, in denen meine Füsse staken… Zum Schluss jedoch hing die Sache dann nur noch an wenigen Fäden. Bald schon hätte ich nähen müssen.

Tragtasche für Tagebuch
Tagebuchtasche


Ausblick: Für morgen werde ich im Sinne eines Zwischenhaltes eine Zusammenstellung von Feedbacks verschiedener LeserGeherInnen aufschalten, von Menschen, die sich seit dem Start von «MindWalk 23/32» per Mail bei mir gemeldet haben- und dazu einen Gedankenblitz von mir.